Tickt die Zeit noch richtig?

Taktung ja, Quality Time eher nicht: Der renommierte Zeitforscher Norman Sieroka im TOP LEADER-Interview über die Schwierigkeit, die Zeit zu verlangsamen und wie Lebensglück damit in Verbindung steht. Text: Andreas Aichinger

Lesezeit: ca. 4 min

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Schon die alten Griechen ahnten, dass die Zeit viele Gesichter hat. Neben der durch den Gott Chronos versinnbildlichten, messbaren Zeit kam so auch der Kairos – der günstige Zeitpunkt, die einmalige Chance – zu seinem Recht. Der deutsche Zeitforscher Norman Sieroka beschäftigt sich heute und mit der geballten Kraft mehrerer Wissenschaften mit der Zeit und ihren Facetten: Zeitdruck und Entschleunigung, Zeitwahrnehmung mit fortschreitendem Alter, Qualitäts-Zeit, Raum-Zeit und sogar Zeitreisen. Sieroka – der Philosophie, Physik und Mathematik an den Universitäten Heidelberg und Cambridge studiert hat – lehrt und forscht derzeit an der renommierten ETH in Zürich. Vor kurzem hat er ein überaus spannendes Buch zur „Philosophie der Zeit“ im Verlag C. H. Beck herausgebracht.

Zeit scheint heute ein knappes Gut geworden zu sein, nicht nur bei Führungskräften und Entscheidern. Zeitdruck aber führt oft direkt ins Burnout. Taugt die „Entschleunigung“ als Gegenstrategie?
NORMAN SIEROKA: Wenn die Zahl der Burnout-Erkrankungen steigt, dann muss man da etwas tun. Aber man sollte ein bisschen präziser sein und den Hintergrund genau beschreiben. Die pauschalisierende Rede vom Zeitmangel und der Entschleunigung als Antwort stört mich. Denn das trifft das Problem nicht genau, wir können die Zeit ja auch gar nicht entschleunigen. Auch das Wort vom Zeitdruck ist nicht auf alle Kontexte und auch nicht auf alle Berufsgruppen übertragbar. Die Sprache der Entscheider dominiert sehr stark unsere Alltagssprache, und ich halte das für problematisch. Es gibt zudem ja völlig unterschiedliche Typen von Menschen, die jeweils Zeit unterschiedlich erleben. Im Arbeitskontext kommt es aus meiner Sicht eher auf die Taktung an: Wie schnell ist die Abfolge von Terminen getaktet? Was mache ich wann? Die Menschen wollen mehr Freiheit über diese Entscheidungen haben.

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