Ein kultureller Beitrag: Medizinische Schutzmäntel statt Kostümen

In Oberösterreich übernimmt eine eigene Gesundheitsholding die Beschaffung medizinischer Verbrauchsgüter – und auch das Landestheater Linz leistet wertvolle Unterstützung.

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Auch wenn derzeit keine Musik aus dem Musiktheater erklingt, gibt seit vergangener Woche das Klappern der Nähmaschinen in der Schneiderei des Linzer Landestheaters den Takt vor. Auf Initiative des Krisenstabes des Landes Oberösterreich wird dort Schutzbekleidung für den Gesundheitsbereich genäht. An den ersten vier Arbeitstagen haben zehn Schneider insgesamt an die 200 medizinische Schutzmäntel genäht. Der verarbeitete Stoff wird bereits fertig zugeschnitten von der Firma Goldhauben-Webe aus Linz angeliefert. Parallel zu den Schutzmänteln wird auch noch Mund-/Nasenschutz für die im Landestheater befindliche Belegschaft in Eigenregie produziert.

Bei der Produktion der medizinischen Schutzmäntel wird besonders auf den Schutz der Mitarbeiter geachtet. Die Belegschaft in den Schneidereien wurde halbiert, sodass je Arbeitsraum nur fünf Personen im Einsatz sind und ein Sicherheitsabstand von mindestens drei Metern eingehalten werden kann. In der gesamten Produktion wird ein Mund-/Nasenschutz getragen und besonders auf Hygienemaßnahmen wie regelmäßige Handdesinfektion geachtet.

Produkte von großer Bedeutung

Oberösterreich hat sich generell dazu entschieden, auch selbst medizinische Verbrauchsgüter zu beschaffen, und damit das Tochterunternehmen OÖ Gesundheitsholding betraut. In der OÖG obliegt die Leitung der „Stabsstelle Beschaffung“ Geschäftsführer Karl Lehner, der damit beauftragt wurde, den Kauf sowie die nachgelagerte Logistik der nachfolgenden medizinischen Verbrauchsgüter zu koordinieren: OP-Masken, FFP-2-Masken, FFP-3-Masken, Schutzmäntel, Untersuchungshandschuhe, Flächendesinfektion, Handdesinfektion, Face-Shields, OP-Hauben, OP-Überschuhe, Overalls und Schutzbrillen.

Die OÖG hat dabei die Beschaffungsfunktion für alle OÖ Bedarfsträger übernommen. Das sind etwa alle Krankenanstalten, die Alten- und Pflegeheime, CHG-Einrichtungen, die mobilen Dienste, Pro mente, niedergelassene Ärzte, Zahnärzte sowie Apotheken, die Notkrankenanstalten des Roten Kreuzes und Unternehmen sowie Organisationen, die zur sogenannten „kritischen Infrastruktur“ gezählt werden, wie etwa Bestattung, Feuerwehr und Landespolizeidirektion.

Das Gesamtauftragsvolumen aller Organisationen entspricht derzeit einer Höhe von knapp 54 Millionen von geplanten 80 Millionen Euro. Rund die Hälfte dieses Auftragsvolumens wurde an die folgenden oberösterreichischen Unternehmen vergeben:

  • Lenzing AG und ihre Tochterfirma KS Kneissl & Senn Technologie
  • Träumeland aus Hofkirchen im Mühlkreis
  • Salesianer Miettex
  • Scheureder aus Eberstalzell
  • ESIM Chemicals aus Linz
  • Thermo Fisher aus Linz
  • Goldhaubenwebe aus Linz (siehe oben)
  • Landestheater Linz (siehe oben)
  • MedTex aus Wels
  • Löffler aus Ried im Innkreis
  • Greiner Bio-One aus Kremsmünster
  • Salzkammergut Klinikum Bad Ischl
  • PM Polsterungen
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