Oberösterreichisches Unternehmen trotzt der Krise und eröffnet Standort in Nagoya

Elmet beliefert japanische Unternehmen in den Bereichen Automotive, Medizin und Teletronic.

Lesezeit: ca. 2 min

Placeholder image

Elmet geht aus der Coronakrise heraus direkt in die Offensive über. Nach der Wiederaufnahme der Produktion Ende März unter massiven Sicherheitsvorkehrungen folgt nun die Expansion nach Japan. „Die japanische Wirtschaft setzt verstärkt auf den Einsatz von Flüssigsilikonen“, erklärt der Miteigentümer und Area Sales Manager Paul Fattinger. „Dementsprechend stark ist daher die Nachfrage nach innovativen Lösungen aus diesem Bereich. Wir kommen unseren Kunden in Japan mit einer eigenen Repräsentanz entgegen.“

Der Standort Japan bringt für Elmet viele Vorteile mit sich. Neben der Stärkung des Vertriebs und der optimalen Betreuung der japanischen Kunden spielt die Kultur des „Landes der aufgehenden Sonne“ eine große Rolle bei der Expansion. „In Japan ist es unerlässlich, Umgangsformen, Usancen und Bräuche zu kennen“, erklärt Fattinger. „Wir setzen mit unserem Experten Takaya Muraoka auf einen echten Native als Unternehmensbotschafter.“ Muraoka kann dabei sein umfassendes Know-how als Industrie-Insider Japans perfekt einsetzen. Er leitet das Büro in Nagoya. Die Wirtschaftsmetropole habe man ebenfalls ganz gezielt ausgewählt. „Hier sitzen Global Player aus der Automobil- und Chemiebranche, die auf unsere Erzeugnisse setzen“, sagt Fattinger. Die Hafenstadt Nagoya ist die viertgrößte Stadt Japans. Klassische Industriezweige vermischen sich dort mit jungen Unternehmen zu einem spannenden Wirtschaftsmix.

Smart Solutions für Japans Wirtschaft

Der Fokus des Japan-Geschäfts von Elmet liegt auf der innovativen Sparte der Kaltkanaltechnik. Diese speziell entwickelte Produktlinie trifft den Nerv der japanischen Wirtschaft exakt. „Wer Flüssigsilikone einsetzt, kommt um individuelle Lösungen und neue Ideen nicht umhin“, sagt Fattinger. „Elmet ist dabei der perfekte Ansprechpartner. Wir finden für jeden Kunden eine maßgefertigte Lösung.“

Für Elmet ist Japan freilich nicht der erste Markt, der direkt vor Ort betreut wird. Das Unternehmen setzt mit der neuen Repräsentanz vielmehr seinen Expansionskurs fort. Bislang ist der oberösterreichische Spezialist für Flüssigsilikone nicht nur in Europa, sondern auch in Nordamerika und China erfolgreich vertreten.

Maximale Sicherheitsvorkehrungen

Zwei Wochen lief die Produktion bei Elmet in Oftering im Teilbetrieb – seit dem 30. März ist das Unternehmen wieder zu 100 Prozent produktionsfähig und einsatzbereit. Sichere Arbeitspraktiken und maximale Sicherheitsauflagen sowie Social Distancing und erhöhte Hygienemaßnahmen machen dies möglich. Oberste Priorität haben dringend benötigte Produkte, unter anderem medizintechnische Bestandteile für intensivmedizinische Beatmungsmaschinen.

„Speziell Dichtungsringe und Zwei-Komponenten-Teile für Beatmungsmaschinen sind aktuell weltweit von großer Bedeutung“, erklärt Sales Director Mark Ostermann. „Strengste Sicherheitsvorkehrungen, wie das Tragen von Schutzausrüstung oder das ausschließliche Verweilen im eigenen Tätigkeitsbereich, sind dabei oberstes Gebot.“ Die Arbeitsbereiche wurden aufgeteilt und detaillierte Vorgaben zum Social Distancing – der Einhaltung von sicheren Abständen zueinander – sind die Basis dafür.

Hinter den Kulissen

Das innovative Unternehmen wurde 1996 im oberösterreichischen Oftering gegründet. Ein kleines, engagiertes Team mit viel Erfahrung im Werkzeugbau und Flüssigsilikon-Spritzguss hat sich seither zu einem international erfolgreichen Anlagenbauer entwickelt. Heute ist Elmet ein Global Player in der Entwicklung und Herstellung von hochwertigem Equipment für die Produktion von Silikon- und Gummiteilen.

„Die Herstellung medizintechnischer Komponenten ist für uns ein wichtiges Geschäftsfeld, in dem wir auch eine soziale Verantwortung tragen“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Kurt Manigatter. „In Zeiten wie diesen sind speziell Intensivmediziner mehr denn je auf die sichere Versorgung mit hochwertigen Silikonteilen angewiesen.“

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren.
Artikel lesen
Lesezeit: ca. 2 min

Die Bahn und die Masken

ÖBB unterstützen soziale Unternehmen: „Das hilfreiche Dutzend“.

Artikel lesen
Lesezeit: ca. 2 min

Zurück ins Büro – so kann’s gelingen

Die 15 wichtigsten Tipps und Tricks zur Rückkehr an den Arbeitsplatz.

Artikel lesen
Lesezeit: ca. 2 min

Kommunale Top-Leader treffen einander

Kaum zu glauben, aber wahr: Wir werden einander wieder häufiger begegnen, wenn die Krise überwunden ist. Die Gestaltung öffentlicher Räume ist und bleibt ein wichtiges Thema für ganz Österreich.

Artikel lesen
Lesezeit: ca. 3 min

Technologieführer für digitale Industrien

Digitale Lösungen von ABB Ability umfassen Leistungsmanagementkonzepte für anlagenintensive Sektoren, Steuerungssysteme für die Prozess- und Fertigungsindustrie, …

News
alle
Artikel lesen
Lesezeit: ca. 1 min

Gratis zu den Bits und Bytes kommen

Angesichts der Pandemie hat ABB entschieden, viele Software-Lösungen bis Jahresende kostenlos anzubieten.

Artikel lesen
Lesezeit: ca. 1 min

Drei offeriert 1.000 kostenlose Kommunikationspakete für KMU.

Diese enthalten einen Gratis-Router inklusive einer Drei-Wertkarte und drei Monaten Gratis-Internet. Damit soll Unternehmen der Umstieg auf Homeoffice ermöglicht werden.

Artikel lesen
Lesezeit: ca. 4 min

Grenzenlos erfolgreich: Die Austro-Elektro-Mobilen

Die has·to·be GmbH mit Standorten in Radstadt (Salzburg), München und Wien ist ein international erfolgreicher Gesamtlösungsanbieter für Elektromobilität. Jetzt hat VW die Softwareexperten für sich entdeckt und kooperiert beim Ausbau der Ladeinfrastruktur.

Artikel lesen
Lesezeit: ca. 5 min

Microlearning – die Zukunft des Lernens liegt im Kleinen

EISENSTADT. Kurze Lernhäppchen, meist online und mobil verfügbar. Funktioniert Microlearning in der betrieblichen Weiterbildung? Dieser aktuellen Frage nahm sich der Masterstudiengang Human Resource Management und Arbeitsrecht MOEL an der FH Burgenland an.

Registrieren